INTER(Netz)

# Vertraumir

Du klebst deine Laptopkamera ab – Du bestellst Dinge bei Amazon – Und du hast ein schlechtes Gewissen deswegen“

Das Internet erfunden hat eine Frau“ „Eine Frau?“ „Eine Frau!“

Ich glaube es gibt zwei Arten von Vertrauen. Die eine basiert auf Erfahrung und die andere auf Freundschaft und Ehrlichkeit. Meiner besten Freundin vertraue ich blind. Trotzdem würde ich mich nicht von ihr operieren lassen.“

Sei immer du selbst - 5 Tipps, um authentisch zu sein! 21.066 Aufrufe / 748 Likes – 8 Dislikes“

Die Theateraufführung „INTER(NETZ) #Vertraumir“ fand am 14. und 15. Juni 2017 in einer besonderen Form statt: Das Publikum saß gemeinsam mit den Spielerinnen in einem Kreis auf der Bühne der Aula. In dieser intimen Atmosphäre präsentierten die Spielerinnen einen Ausschnitt dessen, was sie in den vorhergehenden Monaten mit viel Spaß in der Theater-AG szenisch erforscht und entworfen hatten.

Selbstbewusst führten sie das Publikum durch eine Mischung aus biografischen Geschichten und Fakten zum Thema Internet. Sie erzählten davon, was sie beim Googlen des eigenen Namens gefunden haben, gaben Thesen zur Entstehung des Internets zum Besten, ersetzen Suchmaschinen in einer Live-Improvisation, philosophierten über die verschiedenen Arten des Vertrauens, ließen alte Tastaturen klappern, beschrieben das Sich-Verirren im Internet in einer hörspielartigen Szene, waren Tagesschau, Make-up-Tutorial, Musikvideo und Google-Maps zugleich, machten Siri einen Heiratsantrag und beichteten peinliche Erlebnissen im Internet. Ob sie diese selbst erlebt hatten oder Erlebnisse des Publikums als ihre eigenen behaupteten, war Teil eines Spiels zwischen Fakt und Fiktion, das sich durch den ganzen Abend zog – frei nach dem Motto: Vertrau mir!

Das Publikum wurde auch gebeten, Stellung zu nehmen: per Handzeichen wurde erfragt, wer schon mal den eigenen Schwarm gegoogelt hatte, wer zu viel Zeit im Internet verbringt oder wer nach der Aufführung googeln wird, wie das Internet wirklich entstand. So spann sich ein Netz zwischen allen Anwesenden - nicht nur metaphorisch: Die Spielerinnen spannen neongelbe Wolle zwischen den Stühlen und verdichteten das Netz im Laufe des Abends. Mit jeder Erzählung, jedem Detail zum Thema kam ein Faden mehr dazu.

Am Ende des Abends entließen sie jede Zuschauerin, jeden Zuschauer mit einem kleinen Zettel mit einer Aufgabe („Google alle Hashtags, die auf den T-Shirts der Spielerinnen stehen“ „Erstelle einen YouTube-Account“) oder einer Frage („Vertraust du dem Internet?“).

Bei einem kleinen Umtrunk wurde auf die erfolgreichen Aufführungen angestoßen – und noch intensiv über das Stück diskutiert.

Eure Theater-AG

Ticker 23.09.2017, 18.00 Uhr: OpenRheingau --- 18.06.2018: Fahrtenzeitraum bis 22.06.2018 --- 18.06.2018: Betriebspraktikum der 10. Klassen bis 29.06.2018